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Zugegeben: Beim Stichwort "Kohle" denkt man erst mal an fossile Brennstoffe, Umweltverschmutzung und Klimakrise. Dabei gibt es auch Kohle, die dem Klima und der Biodiversität richtig guttut: Die Pflanzenkohle.
Wir nutzen sie, um die CO2-Emissionen auszugleichen, die durch unseren Mobilfunk entstehen. Was es genau damit auf sich hat und mit wem wir dabei zusammenarbeiten, erfährst du hier.
Pflanzenkohle, auch Biokohle genannt, ist bei weitem nichts Neues. Sie entsteht, indem Biomasse - also pflanzliche Stoffe wie Holz, Laub, Lebensmittelreste etc. – verkohlt werden.
Das Verfahren nennt sich Pyrolyse. Das Grundrezept: Biomasse + Hitze – Sauerstoff = Kohle. (Natürlich ist der Prozess komplexer, aber wir haben ja nicht alle Chemie studiert). 1
Was Pflanzenkohle so super für das Klima macht: Sie bindet CO2 dauerhaft im Boden.
Wer im Bio-Unterricht aufgepasst hat, weiß: Pflanzen nehmen im Laufe ihres Lebens fleißig CO2 aus der Atmosphäre auf. Sterben sie ab, wird bei der Zersetzung Kohlenstoff freigesetzt und gelangt als CO2 zurück in die Atmosphäre.
Wird die Biomasse vor der Zersetzung zu Kohle verarbeitet, bleibt der Kohlenstoff gebunden – und das für Jahrhunderte. Denn Pflanzenkohle zersetzt sich nur extrem langsam.
Und noch besser: Als Düngemittel verbessert Pflanzenkohle die Bodenqualität und fördert die Biodiversität. Zudem lassen sich bei der Pyrolyse gleichzeitig Wärme und Strom gewinnen.
Aus Abfall wird also ein wertvoller Rohstoff. 1,2
Pflanzenkohle ist nur dann sinnvoll, wenn sie aus Biomasse hergestellt wird, die sowieso als Abfall anfällt. Und doch gibt es bereits Projekte, bei denen für die Pflanzenkohleproduktion extra Wälder gerodet werden. Damit verliert das Ganze natürlich seinen Sinn. 2
Deshalb setzen wir für unseren CO2-Ausgleich auf vertrauenswürdige Partner: Carbonfuture und die Carbon Collectors.
Mit Carbonfuture arbeiten wir schon lange zusammen. Sie bieten eine Plattform, über die man unkompliziert weltweit in Projekte zur Senkung von CO2 investieren kann, um die eigenen Emissionen auszugleichen. So können wir selbst entscheiden, wo und wofür wir unser Geld einsetzen, und wissen: Die Projekte sind seriös.
Hinter der gemeinnützigen Initiative Carbon Collectors steckt das Social Business Goldeimer, das wir schon lange und gut kennen. Sie stellen Pflanzenkohle aus Abfällen des Garten- und Landschaftsbaus her. Auf ihrem Hof in der Lüneburger Heide nutzen sie die Kohle dann direkt wieder für ihre solidarische Landwirtschaft. Ein tolles Kreislauf-Konzept also.
Seit unserem Marktstart 2020 haben wir mit Hilfe von Pflanzenkohle bereits stolze 1.537 t CO2 im wahrsten Sinne des Wortes im Boden versenkt. Was wir sonst noch alles für das Klima tun, erfährst du auf unserer Website.
Quellen:
1) https://www.landwirtschaft.de/umwelt/klimawandel/rolle-der-landwirtschaft/welches-potenzial-hat-pflanzenkohle-fuer-landwirtschaft-und-klima , abgerufen am 02.07.2026
2) https://klimareporter.de/technik/klimaretter-pflanzenkohle , abgerufen am 02.07.2026