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Sinnvoll CO₂ kompensieren: So geht‘s

Zwei Hände, die sich zum Himmel hin öffnen, so dass es aussieht, als würden sie eine Wolke festhalten

Von Mareike | Marketing & PR

Keine Frage: Die Menschheit erzeugt immer noch viel zu viele CO2-Emissionen auf der Welt. Kompensation kann einen wichtigen Teil zum Klimaschutz beitragen – aber nur, wenn sie sinnvoll durchgeführt wird. Wir zeigen dir, was es beim Kompensieren zu beachten gibt und wie wir bei WEtell mit dem Ausgleich von CO2 umgehen. 

Warum ist CO₂-Kompensation sinnvoll?

2025 hat der Gebrauch fossiler Energien weltweit rund 38.1 Milliarden Tonnen CO2 verursacht und steigt damit weiter an.1 Wir müsse also dringend handeln. 

Natürlich ist das allerbeste, CO2-Emissionen erst gar nicht entstehen zu lassen. Aber das klappt nicht immer so einfach und so schnell. Oder man hat einfach nicht selbst in der Hand. 

Uns geht‘s da ähnlich: Das Mobilfunknetz in Deutschland ist leider noch nicht komplett klimaneutral. Weil uns das Netz nicht gehört, können wir die Emissionen aktuell nur ausgleichen.

Für unvermeidbare Emissionen macht es also – zumindest übergangsweise – Sinn, einen Ausgleich zu finden, d.h. CO2 an einer anderen Stelle zu binden oder zu vermeiden.

Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, wie Unternehmen CO₂-Emissionen ausgleichen können – zum Beispiel durch Aufforstung, die Renaturierung von Mooren, Pflanzenkohle oder den Ausbau erneuerbarer Energien.

Was ist kritisch an CO₂-Kompensation?

Eine Studie von 2024 kommt zu dem Schluss, dass nur 16 % der gehandelten CO2-Gutschriften zu realer, dauerhafter und zusätzlicher Reduzierung von Emissionen führen.2 Es ist also klar: Da läuft einiges schief. Die drei Hauptprobleme dabei sind:

1.    CO2-Kompensation ist kein Ersatz für Emissionsvermeidung

Das Beste für unser Klima ist es, CO2-Emissionen von vorneherein zu vermeiden. Solange man sich durch Kompensation „freikaufen“ kann, besteht kein Druck, dass Unternehmen ihre Infrastruktur, Lieferkette oder Produktionsweise hinterfragen und konsequent klimaneutral gestalten.
 
-> Kompensation macht also nur Sinn, wenn es wirklich keine anderen Möglichkeiten des Vermeidens oder Reduzierens gibt.

2.    Keine Standardisierung und Qualitätskontrolle

Kompensationsmethoden und Zertifikate gibt es wie Sand am Meer. Das Problem: Nicht alle sind gleich sinnvoll und einige davon sind sogar kompletter Schwindel. Da werden Regenwälder geschützt, die sowieso schon unter Schutz stehen, oder Zertifikate für eine Maßnahme mehrfach verkauft. 

-> Achte bei der Wahl der Kompensation auf seriöse Anbieter.

3.    Mehrfachanrechnung

Auch bei seriösen Zertifikaten kann das tatsächliche Ergebnis verzerrt werden, wenn sich mehrere Stellen gleichzeitig die CO2-Einsparung anrechnen. 

Als Beispiel: Ein Unternehmen investiert in den Bau einer Windkraftanlage, die von einem Stromanbieter gebaut und zugleich staatlich gefördert wird. Unternehmen, Stromanbieter und Staat rechnen sich nun gleichzeitig CO2-Einsparungen aus dieser Anlage an und verzerren so die Bilanz der tatsächlichen Einsparung.

Klar: Investitionen in erneuerbare Energien sind trotzdem super sinnvoll – deshalb tun wir dies ja auch. Allerdings rechnen wir uns diese nicht für unseren CO2-Ausgleich an.

-> Prüfe Kompensationsmethoden auf mögliche Doppel- oder Mehrfachanrechnung, wenn du echte, zusätzliche Wirkung erzielen möchtest.

Wie wir bei WEtell CO₂ kompensieren

Für unsere Kompensationsmethode haben wir uns ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt und externe Beratung hinzugezogen. Ganz nach dem Motto: Wenn wir schon ausgleichen müssen, dann aber richtig!

Folgende Kriterien für eine sinnvolle Kompensationsmethode sind dabei für uns herausgekommen: 

  • Sie soll einen echten Mehrwert bringen, d.h. von einem seriösen Anbieter sein.
  • Sie soll CO2 binden, d.h. langfristig aus der Atmosphäre entfernen.
  • Sie soll zeitnah wirken, wir wollten also keine Bäume pflanzen, die erst in 20 Jahren ihre Wirkung voll entfalten.
  • Sie soll möglichst regional sein, d.h. in Deutschland oder Europa.
  • Sie soll nicht mehrfach angerechnet werden.

Unter diesen Voraussetzungen hat sich für uns eine perfekte Lösung ergeben: Der CO2-Ausgleich durch Investition in Pflanzenkohle in Europa.
 
Wir errechnen also jährlich sorgfältig alle Emissionen, die durch den Mobilfunk unsere Kund*innen entstehen. Und das inklusive der sog. Scope 3-Emissionen, d.h. für die gesamte Lieferkette.

Diese Emissionen gleichen wir dann in Kooperation mit unserem Partner Carbonfuture aus. Auf diese Weise haben wir seit unserem Marktstart 2020 bereits insgesamt 1.223 Tonnen CO2 gebunden. 

Mehr zur unserer Kompensationsmethode mit Pflanzenkohle und anderen Klimaschutzmaßnahmen erfährst du in Kürze detailliert hier auf unserem Blog und in Kurzfassung auf unserer Website.