Wie können wir Dir helfen?
Stelle hier deine Fragen zu WEtell – z. B. zu Tarifen, Wechsel oder Service-Themen.
Die Antworten basieren auf unseren FAQs und werden mit Hilfe von KI erzeugt. Sie können im Einzelfall unvollständig oder ungenau sein.
Bitte gib keine persönlichen oder sensiblen Daten ein.
Übrigens: Während unserer Öffnungszeiten (Mo–Fr, 8:00–18:00 Uhr) erreichst du unser Service-Team telefonisch unter 0761 / 76 999 848 – für persönliche Beratung durch echte Menschen.
Frag unseren FAQ-Bot:
Fühlst du dich manchmal überfordert von den unzähligen Werbeaussagen, Siegeln und Labels, die dich von allen Seiten mit Nachhaltigkeitsversprechungen locken? Weißt du auch nicht mehr, wem du eigentlich noch trauen kannst?
Dann bist du nicht allein. Seit Nachhaltigkeit zum Marketingtrend geworden ist, (ver)zweifeln immer mehr Menschen an Umweltversprechen von Unternehmen.
Aber Hoffnung ist in Sicht: Ab 27. September tritt eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die mit Greenwashing Schluss machen soll.
Schon in den 1980er-Jahren begannen Unternehmen, sich und ihre Produkte als umweltfreundlich zu vermarkten, um ihr Image aufzuwerten. Damals entstand auch der Begriff Greenwashing (= Grünfärberei).
Greenwashing liegt vor, wenn Unternehmen Verbraucher*innen bewusst täuschen, indem sie sich oder ihre Produkte nachhaltiger darstellen, als sie es sind. Das geschieht etwa durch:
Und Greenwashing ist kein kleines Problem: Laut einer EU-Studie aus dem Jahr 2020 waren gut die Hälfte der untersuchten Umweltaussagen von Unternehmen vage, irreführend oder nicht ausreichend belegt. 2
Um dem entgegenzuwirken, tritt in diesem Jahr eine neue EU-Verordnung verbindlich in Kraft.
Die "Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel durch besseren Schutz gegen unlautere Praktiken und bessere Informationen" kommt mit einem sperrigen Namen daher. Also greifen die meisten lieber zur Abkürzung des englischen Titels: EmpCo (Empowering Consumers for the Green Transition).
Diese Richtlinie soll dich als Verbraucher*in besser vor Greenwashing schützen. Seit März ist sie bereits im deutschen Wettbewerbsrecht verankert. Ab September gelten die neuen Vorgaben verbindlich.
Die neuen Regelungen sehen unter anderem vor:
Wie gut die neuen Vorgaben dann tatsächlich umgesetzt werden, bleibt noch abzuwarten. Denn es gibt keine staatliche Stelle, die ihre Einhaltung überwacht. Es werden vermutlich hauptsächlich Verbraucher*innen- und Umweltschutzorganisationen sein, die Unternehmenskommunikation prüfen und gegebenenfalls abmahnen.
Ganz ehrlich: Die neuen Regeln bedeuten für uns schon eine Herausforderung. Schließlich müssen wir sämtliche Kommunikationsmaterialien prüfen und anpassen. Das ist ein Prozess - also wundere dich nicht, wenn du jetzt bei uns noch auf Aussagen stößt, die den neuen Richtlinien nicht entsprechen.
Trotz des Aufwands freuen wir uns sehr über die EmpCo-Richtlinie. Sie bringt mehr Klarheit und zwingt Unternehmen, sich ernsthaft mit Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
Gleichzeitig steigt dabei aber auch das Risiko des sog. "Greenhushing": Unternehmen könnten aus Angst vor rechtlichen Folgen kaum oder gar nicht mehr über ihre Nachhaltigkeitsbemühungen sprechen.
Aus unserer Sicht braucht es deshalb nicht weniger, sondern bessere Nachhaltigkeitskommunikation. Wenn das gelingt, profitieren Unternehmen, die echte Verantwortung übernehmen. Und du als Konsument*in musst keine Sorge mehr haben, auf Greenwashing hereinzufallen.
Du hast selbst ein Unternehmen oder willst einfach noch mehr zu EmpCo erfahren? Dann schau doch mal in unser Whitepaper.
Quellen:
1.) https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850/publikationen/27_2025_texte_greenwashing.pdf , S. 43ff. (abgerufen am 11.06.2026)
2.) Environmental claims in the EU: Inventory and reliability assessment: final report , Seite 12. (abgerufen am 11.06.2026)
3) https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32024L0825 (abgerufen am 11.06.2026)