Wie können wir Dir helfen?
Es war eine spannende Reise mit dem WEtell Hub. Zwar konnten wir ihn nicht an den Start bringen, doch das Thema brennt uns weiterhin unter den Nägeln. Denn digitale Souveränität ist heute relevanter denn je.
Durch das Feedback aus der Crowdfunding-Kampagne und unserer täglichen Kund*innen-Kommunikation wissen wir: Viele in der WEtell Community beschäftigen sich schon lange mit digitaler Selbstbestimmung und nutzen bereits unabhängige Lösungen.
Für all diejenigen, die mit dem Thema noch nicht so vertraut sind, möchten wir hier über digitale Souveränität aufklären und ein paar Tipps zu nachhaltigen und/oder datenschützenden Diensten geben.
Grob gesagt bedeutet digitale Souveränität, digitale Infrastrukturen, Technologien und Dienste selbstbestimmt und unabhängig kontrollieren, gestalten und nutzen zu können. Und das auf verschiedenen Ebenen: Angefangen bei dir als Nutzer*in über Unternehmen und Organisationen bis hin zur öffentlichen Verwaltung und dem gesamten Staat.1
Es geht also darum, dass wir selbst in der Hand haben, wie digitale Infrastruktur aufgestellt ist und was mit unseren Daten passiert. Mit digitaler Souveränität können wir entscheiden
Zu digitaler Infrastruktur zählen dabei u.a. viele Dinge, die du privat oder im beruflichen Kontext tagtäglich nutzt. Bspw.:
Digitale Souveränität betrifft also jede*n von uns persönlich. Und wir können selbst entscheiden, wie unabhängig wir uns von Großkonzernen und Co. machen - zumindest im privaten Bereich oder im eigenen Unternehmen.
Wir haben hier für dich eine Liste von unabhängigen Alternativen zusammengestellt, mit denen wir uns auf der Suche nach potenziellen Kooperationspartnern für den WEtell Hub beschäftigt haben.
Posteo:
Posteo ist ein Berliner E-Mail-Anbieter mit starkem Fokus auf Datenschutz. Du bekommst Mail, Kalender und Adressbuch – alles werbefrei und anonym nutzbar (keine Klarnamenpflicht). Sie setzen auf konsequente Verschlüsselung und speichern Daten möglichst minimal. Posteo nutzt 100% Ökostrom und investiert aktiv in Umweltprojekte.
Tuta:
Tuta bietet dir sichere E-Mail mit eingebauter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – auch für Betreff und Kontakte. Datenschutz steht klar im Mittelpunkt, alles läuft auf eigener Infrastruktur in Deutschland. Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine Rolle, u. a. durch 100 % grünen Strom. Besonders spannend: Open-Source-Ansatz und klare Haltung gegen Tracking.
Mailbox.org:
mailbox.org ist mehr als nur E-Mail: Du bekommst ein komplettes Office-Paket mit Cloud, Kalender und Videokonferenzen. Datenschutz wird sehr ernst genommen (Server in Deutschland, Verschlüsselungsmöglichkeiten), aber nicht ganz so weit umgesetzt wie bei Posteo oder Tuta. Dafür bekommst du hier Funktionsvielfalt. Durch 100 % Ökostrom und effiziente Rechenzentren sind sie auch nachhaltig unterwegs.
Infomaniak:
Infomaniak aus der Schweiz bietet E-Mail, Cloud und Hosting – alles aus einer Hand. Datenschutz ist stark (Schweizer Recht, keine Werbung, kein Datenverkauf) und fest im Betrieb verankert. Besonders spannend: die eigenen Rechenzentren. Die kommen ohne klassische Klimaanlagen aus, nutzen Außenluft zur Kühlung und geben die entstehende Abwärme zum Heizen von Gebäuden weiter. Betrieben wird alles mit 100 % erneuerbarer Energie. Gute Mischung aus Performance, Verantwortung und smartem Infrastruktur-Ansatz.
Murena:
Bei Murena bekommst du einen datenschutzfreundlichen Workspace: E-Mail, Cloud, Kalender und Office-Funktionen – alles ohne Tracking oder Datenauswertung. Basis ist die /e/OS-Cloud, die stark auf Privatsphäre ausgelegt ist. Deine Daten bleiben unter deiner Kontrolle, Server stehen in Europa. Nachhaltigkeit zeigt sich hier eher indirekt: weniger Datenhunger, längere Nutzbarkeit und bewusste Abkehr von datengetriebenen Geschäftsmodellen.
OpenXchange:
Open-Xchange baut die Software im Hintergrund vieler Mail- und Cloudanbieter. Du nutzt es oft indirekt. Fokus: offene Standards, Datenschutz und Kontrolle für Anbieter statt Big-Tech-Abhängigkeit. Nachhaltigkeit ist kein Kern-Marketingthema, aber durch Effizienz und europäische Infrastruktur mitgedacht. Wichtig vor allem als Baustein für souveräne, europäische Alternativen.
Natürlich gibt es noch viel mehr Anbieter und Lösungen für deine digitale Selbstbestimmung. Eine gute Adresse für mehr Informationen ist der Digital Independence Day (kurz: DI.DAY), eine Initiative von Save Social. Dort findest du Veranstaltungen und Online-Tipps, die dir zu mehr digitalen Unabhängigkeit verhelfen: Zur DI.DAY WEbsite.
Schau es dir mal an und mach dich auf den Weg zu deiner digitalen Unabhängigkeit!